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Peter Boué

Aktuelle Ausstellungen

Spur

Peter Boué, Zeichnung
Alexander Rischer, Fotografie


Ausstellung
2.11. – 8.12.2018


Vernissage
2.11.2018, 19 Uhr
Einführende Worte von
Rebekka Seubert, Hamburg


Kunstverein für Pritzwalk und die Prignitz

Meyenburger Tor 4, 16928 Pritzwalk, Öffnungszeiten Do., Fr., Sa. von 14–17 Uhr
und nach Absprache unter 0160-899 6011 (Abbildung Vorderseite Peter Boué

Lichtung2012

BoueKAT-Innen-30x20quer-001bis80.indd

Seinen helldunklen Szenarien ist die indirekte, kurzlebige, „ins
Unermessliche“  beschleunigte Eigenschaft  der ‚zweiten Realität’ medialer
Repräsentationen somit bereits eingeschrieben. Dabei wird indes der
ephemere, eindimensionale Charakter der Vorlagen, die Boué grundsätzlich
nicht eins-zu-eins, sondern aus der Erinnerung wiedergibt (was die
Feinstofflichkeit seiner Arbeiten noch unterstreicht), durch die Umsetzung
in vielschichtige Zeichnungen simultan konterkariert und freigesetzt.
Mittels Fettkreide und Lackfarbe, teils auch aus einer Kombination von
Zeichnung und Kopierverfahren kreiert er Schauplätze, die auf reale
städtische und landschaftliche Räume ebenso verweisen wie auf das
„Nachtkino“  der Traumsphäre als „dritter Bewusstseinszustand neben dem
Wachsein und dem Schlaf“. Die in Schwarz-Weiß gehaltenen, teils bis ins
tiefste Dunkel oder in extremste Helligkeit führenden Terrains des
Künstlers lassen oft an Film-Stills denken: Standbilder einer mysteriösen
Geschichte, die sich in den Köpfen der Betrachter und Betrachterinnen
weiter entfaltet.
http://www.textem.de/index.php?id=2472

Peter Boué: NATURE OF MY GAME

Format 200 x 300 mm, Querformat, 80 Seiten

Autorin: Belinda Grace Gardner
Text auf Deutsch und Englisch

Gestaltung: Raimund Kollegger

ISBN 978-3-86485-042-4

Textem Verlag Hamburg, 2013

18 Euro

Das Buch entstand mit freundlicher Unterstützung duirch die Kulturbehörde
Hamburg.



Kapelle

Arbeiten von Peter Boué und Alexander RischerKapelle_Titel

Inhalt
„Alles, was er thut, das ist recht. Und ist zugleich auch alles Gnad’“, heißt es in den Gnadauer „Losungen und Lehrtexten“ der Brüdergemeinde für die 9. Woche „Oculi“, 5. Moses, 32,4, die von Alexander Rischer neu entdeckt und mit den Mitteln der dokumentarischen Sicherung und künstlerischen Fotografie erforscht werden. Diese Arbeiten schaffen in der Ästhetik des Schwarz/Weiß surreale Bedeutungszuweisungen und entziehen das auch kunstgeschichtliche Dokument einer Hierarchisierung. Mit dieser Bedeutungsumkehr und Infragestellung des Materials selbst koinzidiert seine re-poetisierende Vorgehensweise und schafft eine Weiterleitung zu den polyvalent deutbaren, mit fetthaltigem Stift erstellten Kreide-Zeichnungen von Peter Boué: Beide Künstler reagieren auf die Chimäre der gegenwärtigen Kunst- und Marktsituation – zwischen stupender Fülle und bildüberfluteter, banalisierter Wirklichkeit – mit dem bewussten Rückgriff auf die ästhetischen und gedanklichen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts.
Es sind Verführungen und Versuchungen zur Reflexion der uns stetig und zunehmend umgebenden Schein-Informationen in bigotter Zeit. In der Zuspitzung auch des Hirngespinstes erscheinen Rest-Natur und kulturelle Geschichtlichkeit als Heilungs-Metapher und erinnern als Politikum an die revoltierenden Elemente im „romantischen“ Bewusstsein. Die in den je spezifischen Medien (Fotografie – Zeichnung) gebrochenen Bilder haben eine ambivalente Realität zwischen aufklärerischem Impetus und ironischer Verführung, werden so zu Gift und    Gegengift gleichzeitig, angesichts eines wertewillkürlichen, technologisch instrumentalisierten Bewusstsein in der Gegenwart. Im künstlerischen Umgang mit den vermeintlichen Dokumenten und Idyllen lauert stetig die Ödnis oder der Wahnsinn des Krieges. So erfassen sie visuell auch etwas von dem geistigen Gehalt und der vorausschauenden Forderung, die Adorno in der „Ästhetischen Theorie“ auch aufzeigen und anklagen wollte:
„Um inmitten des Äußersten und Finstersten der Realität zu bestehen, müssen die Kunstwerke, die nicht als Zuspruch sich verkaufen wollen, jenem sich gleichmachen. Radikale Kunst heute heißt soviel wie finstere, von der Grundfarbe schwarz.“

Gunnar F. Gerlach

Zeichnungen: Peter Boué
Fotografien: Alexander Rischer

Text: Gunnar F. Gerlach
Gestaltung: Erich Kloth
210 mm x 260 mm
42 Seiten zweifarbig, broschiert, 16,80 Euro
Auflage 500 Stück
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Textem Verlag, Hamburg 2011

ISBN 978-3-941613-56-0

Bestellen unter: versand@textem.de
Textem-Verlag
E-Mail: post@textem.de
www.textem.de